Lohnt es sich noch ein Diesel Auto zu kaufen?

Zapfpistole für Bio-Diesel in Tanköffnung gesteckt

Die einen lieben sie, die anderen sind ihnen gegenüber eher skeptisch: Die Rede ist von Diesel-Fahrzeugen. Für Langstreckenfahrer sind dieselbetriebene Fahrzeuge die ideale Lösung, denn sie sind effizienter und energiereicher dabei ist der Kraftstoff meist viel günstiger als Benzin. Immerhin zählen etwa 15 Millionen, also knapp 40 Prozent aller in Deutschland angemeldeten Fahrzeuge, zu den vom Fahrverbot betroffenen Dieselfahrzeugen. Während der Diesel einen niedrigeren CO2-Ausstoß hervorbringt, produziert er gleichzeitig erhebliche Mengen an Schadstoffen in Form von Stickoxiden. Somit können die klima- und gesundheitsschädlichen Stickoxide nicht mit einem niedrigen CO2-Austoß wieder gut gemacht werden. Die Europäische Union schreibt einen Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickoxide pro Kubikmeter Luft im Jahr vor. Städte, in denen dieser Wert nicht eingehalten wird oder die diesen Wert sogar überschreiten, sind von einem Diesel-Fahrverbot bedroht.

 

Wo gilt ein Fahrverbot?

Erst einmal vorweg: In Hamburg gilt kein absolutes Dieselverbot für die gesamte Stadt. Dies ist bei den vielen Unruhen möglicherweise untergegangen. Das Fahrverbot betrifft nur zwei Straßen, nämlich die 600 Meter lange Max-Brauer-Allee und für ältere Lkw die 1,6 Kilometer lange Stresemannstraße. In Berlin sind folgende Gebiete rund um die Messstellen vom Diesel-Fahrverbot betroffen:
- Silbersteinstraße zwischen Hermannstraße und Karl-Marx-Straße,
- Herrmannstraße zwischen Emser Straße und Silbersteinstraße,
- Alt-Moabit zwischen Gotzkowsky- und Beusselstraße,
- Brückenstraße zwischen Köpenicker Straße und Holzmarktstraße,
- Friedrichstraße zwischen Unter den Linden und Dorotheenstraße,
- Hermannstraße zwischen Silbersteinstraße und Emser Straße,
- Leipziger Straße zwischen Leipziger Platz und Charlottenstraße,
- Reinhardtstraße zwischen Charitéstraße und Kapelle-Ufer,
- Stromstraße zwischen Bugenhagen- und Turmstraße.
Dies sind weitaus mehr Verbote, als im stark diskutierten Hamburg. Aber auch Stuttgart oder Köln haben schon Strecken mit einem Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge verhängt. Gleichzeitig wird in insgesamt 70 Großstädten über ein Diesel-Verbot diskutiert, dort sollen die Durchfahrten ebenfalls für Straßenabschnitte oder Viertel mit Dieselfahrzeugen nicht mehr möglich sein. Weitere Einschränkungen und Entscheidungen für andere Großstädte stehen noch aus. Zurzeit gilt also ein stricktes Dieselverbot nur in wenigen deutschen Stadtabschnitten und Vierteln, ob es eine steigende Tendenz zu mehr Verboten gibt, ist momentan noch nicht bekannt. Dabei sollte die Umweltplakette für Autofahrer viel relevanter sein. Denn die Einfahrt ist für viele Ortschaften nur noch mit einer grünen Euro 4 möglich. Ansonsten gilt ein Bußgeld, wegen Ordnungswidrigkeiten von 25,00 EUR für Pkw-Fahrer und 75,00 EUR für Lkw-Fahrer. Ausnahmen umfassen Anwohner, Schwerbehindertentransporte, Taxis, Lieferdienste, Oldtimer mit entsprechendem Kennzeichen sowie Einsatz- und Hilfsfahrzeuge.

Fazit

Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft sich zumindest ein Diesel-Fahrzeug der Euro 6 Norm oder ein Fahrzeug, bei welchem die Möglichkeit besteht, den Wagen nachzurüsten. Die Zulassungen für die Umrüstung weiterer Fahrzeuge werden in Kürze erfolgen. Außerdem lohnt sich ein Diesel-Fahrzeug immer bei Langstreckenfahrern, die nicht viel in der Innenstadt unterwegs sind. Wem das alles zu unsicher ist, setzt besser auf einen Benziner.

 

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